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Das Mofa

Das Silbenwort Mofa ist abgeleitet von Motor-Fahrrad bzw. Motorisiertes Fahrrad.

In Deutschland gilt das Mofa als Fahrrad mit Hilfsmotor bis 25 km/h und wird nach der EG-Fahrzeugklasse als Kleinkraftrad eingeordnet. Mofas sind einsitzig und die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 km/h. Statt des Führerscheins AM ist lediglich eine Mofa-Prüfbescheinigung erforderlich, die ab einem Alter von 15 Jahren erworben werden kann.

Inhaber einer gültigen deutschen Fahrererlaubnis einer beliebigen Klasse oder einer gültigen ausländischen Fahrerlaubnis, die zum Führen von Kraftfahrzeugen im Inland berechtigt, benötigen keine Mofa-Prüfbescheinigung, ebenso nicht, wer vor dem 1. April 1980 das 15. Lebensjahr vollendet hat.

Am 23. April 1965 wurde in der BRD die Rechtsgrundlage für eine Fahrzeugklasse unterhalb des Mopeds, das führerscheinfreie Mofa geschaffen. Mofas, vom Moped mit Pedalen abgeleitet, waren nach der ersten Verordnung einspurige, einsitzige Fahrräder mit Hilfsmotor mit einer Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h und einer Drehzahl von maximal 4.800 min-1. Das eigenständige, markante Design der klassischen Mofas löste in Verbindung mit der Führerscheinfreiheit einen Mofa-Trend aus, der bis in die 1980er Jahre reichte. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung wurden in Deutschland von 25 Herstellern weit über 140 verschiedene Modelle angeboten. Ausführungen mit Elektromotor (Solo Electra) konnten sich nicht durchsetzen. Ende der 1980er-Jahre flaute der Mofa-Trend ab und die Anzahl der produzierten Fahrzeuge verringerten sich. Verblieben ist eine Retroszene, die das schlichte Design der klassischen Mofas schätzt. In der DDR wurde kurzzeitig ebenfalls ein klassisches Mofa-Baumuster produziert, das SL 1. Rechtlich gab es die Mofa-Kategorie in der DDR jedoch nicht, das SL1 wurde regulär als führerscheinpflichtiges Fahrrad mit Hilfsmotor eingestuft, der Verkaufserfolg blieb daher aus.

Das Mofa als Fahrzeugklasse blieb auch nach Ende des Mofa-Trends relevant - von herkömmlichen Kleinkrafträdern wurden auf 25 km/h gedrosselte, einsitzige Fahrzeuge abgeleitet. Mit dem endgültigen Wegfall der Drehzahlbegrenzung und Tretkurbelpflicht durch die EG-Richtlinie 2002/24/EG vom 18. März 2002 setzten sich gedrosselte Ausführungen moderner Kleinroller mit Keilriemen-Getriebe, Elektrostarter und einer Fliehkraftkupplung durch und verdrängten die letzten klassischen Mofas vom Markt. Einige Fahrzeuge ohne Tretkurbeln wurden bereits vor 2002 per Ausnahmegenehmigungen als Mofa zugelassen, zum Beispiel der Scooter Simson Star 25 oder das Simson S53 Alpha M. Mofas füllen heute noch eine Marktnische, da Führerscheinfreiheit besteht und das Mindestalter zum Fahren bei nur 15 Jahren liegt.

1987/93 wurde in Deutschland die Klasse der Leichtmofas etabliert - für fahrradähnliche Mofas mit einem Leergewicht von bis zu 30 kg und einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Die Klasse existiert zwar noch im rechtlichen Sinn, derzeit gibt es in Deutschland jedoch keine Anbieter solcher Fahrzeuge

Mofas entsprechen in Konstruktion und Erscheinungsbild weitgehend dem Motorroller, sie sind jedoch einsitzig ausgeführt, und ihre bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit ist durch Drehzahlbegrenzung (Motor) und/oder Begrenzung des Übersetzungsverhältnisses (Getriebe) auf 25 km/h begrenzt. Nahezu alle Hersteller von Motorrollern bieten ihre Fahrzeuge auch in einer Mofa-Variante an.

Die Pedale klassischer Mofas dienen zum Starten des Motors, zum Bremsen und als Trittfläche für die Füße. Einige wenige Hersteller produzieren noch heute klassische Mofas wie Pony, Tomos oder das Modell Peugeot Vogue die auf dem deutschen Markt jedoch kaum eine Rolle spielen. In der Schweiz haben Mofas mit Pedalen aus führerscheinrechtlichen Gründen nach wie vor einen relevanten Marktanteil.
 
 
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